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Strategie
15/02/2019

Menschliche und künstliche Intelligenz: gemeinsam unschlagbar

Ein Gastbeitrag von Dr. Stefan Wess
Dr. Stefan Wess
Dr. Stefan Wess
CEO Empolis
Menschliche und künstliche Intelligenz

Die industrielle Fertigung befindet sich im Umbruch. Dank künstlicher Intelligenz führt uns die vierte industrielle Revolution geradewegs zum intelligenten, digitalen Assistenten. Mensch und Maschine werden in Zukunft gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen und Probleme direkt vor Ort lösen.

Am Anfang stand ein alter Menschheitstraum. So glaubte Herbert A. Simon, einer der Väter der KI-Forschung, noch in den 1950er Jahren, dass Maschinen innerhalb von 20 Jahren in der Lage seien, jede menschgemachte Arbeit zu verrichten. Auch wenn wir heute immer noch sehr weit von einer „wahren“ künstlichen Intelligenz und der Vision von H.A. Simon entfernt sind, haben wir seit 2012 riesige Fortschritte gemacht – insbesondere beim maschinellen Lernen.

Die Automatisierung von kognitiven Tätigkeiten schreitet derzeit schnell voran. Inzwischen ist KI längst ein fester Bestandteil in unserem Alltag. Wir alle nutzen digitale Assistenten wie Alexa, Cortana oder Siri. Für diesen Erfolg der KI gibt es drei Gründe: die enormen Datenmengen, die wir täglich erzeugen, die inzwischen verfügbare Rechenpower, sowie stetig verbesserte Algorithmen. Die künstliche Intelligenz birgt, gerade in Verbindung mit dem Internet der Dinge, für produzierende Unternehmen große Chancen für Produktion, Service und Wartung.

Durch die Echtzeitanalyse von maschinen-, produkt- und servicebezogenen Daten sowie die Verwendung neuer Mensch-Maschine-Schnittstellen (bspw. Voice Interface, Image Recognition und Augmented Reality) lassen sich schnell innovative Serviceprodukte entwickeln und auch gut vermarkten.

Bei Wartungs- und Reparatureinsätzen wird Servicetechnikern schon in naher Zukunft ein persönlicher Serviceassistent zur Verfügung stehen. Dieser Assistent wird mithilfe der Sprachsteuerung durch die Reparatur-, Wartungs- und Diagnoseprozesse führen. Parallel dazu blenden Augmented-Reality-Brillen alle notwendigen Informationen im persönlichen Sichtfeld ein. Der Werker selbst bemerkt dabei gar nicht, dass er im Hintergrund durch KI-Technologien unterstützt wird. Die KI wird die Informationen und Daten ständig automatisch verarbeiten und dem Werker – nur wenn nötig – zur Verfügung stellen.

Sie sorgt so dafür, dass Produktions-, Service- und Reparaturprozesse schneller, besser und weltweit immer mit der gleichen Qualität erledigt werden. KI-Technologien und digitale Assistenten bilden daher den nächsten logischen Schritt in der vierten industriellen Revolution; Mensch und künstliche Intelligenz werden zukünftig eng zusammenarbeiten.

Um international erfolgreich zu bleiben, müssen Industrieunternehmen diese Chance zur Digitalisierung und Monetarisierung Ihres Know-hows nutzen. Doch dies bedeutet keineswegs, dass KI-Anwendungen den Menschen in der Industrie in Zukunft ersetzen werden. Vielmehr gewinnt der Mensch einen digitalen Gehilfen, der ihm ständig zur Seite steht, damit er in der Fabrikhalle auch in schwierigen Situationen stets die richtige Entscheidung treffen und Probleme vor Ort schneller lösen kann.

Dr. Stefan Wess
Dr. Stefan Wess, CEO Empolis
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