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Strategie
19/09/2018

Harting ist erstes IRIS-zertifiziertes Unternehmen

IRIS (International Railway Industry Standard) zertifiziert
Andreas Moschinski
Andreas Moschinski
Junior Expert Q-System & -Methoden, Corporate Quality Management
Harting ist erstes IRIS-zertifiziertes Unternehmen

Um im wettbewerbsintensiven Eisenbahnsektor ist es eine absolute Notwendigkeit Produkte zu liefern, die den Erwartungen der Kunden erfüllen und sogar übertreffen. Mit dem in Kraft treten des neuen IRIS Certification ™-Programms, mit der Revision 03, werden die Lieferanten angewiesen, dem Kunden verstärkt ihre Leistungsfähigkeit aufzuzeigen. Es besteht aus drei Elementen: die IRIS Certification ™-Regeln, die ISO/TS 22163 und dem IRIS-Assessment Sheet.

Die neue ISO/ TS 22163 und die IRIS-Zertifizierung spielen dabei eine zentrale Rolle und repräsentieren den aktuellen Stand der Technik in Bezug auf pragmatische Regulierung zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Zur Validierung der neuen IRIS-Zertifizierungsbewertungsmethodik, wie etwa neue Leistungsbewertung, Kundenwahrnehmung und verschärfte Bewertungskriterien, fanden vier Test-Audits – so genannte Dry-Runs – unter realen Bedingungen statt.

Harting ist erstes IRIS-zertifiziertes Unternehmen

Als erstes IRIS-zertifiziertes Unternehmen weltweit und als Mitglied des IRIS Steering Committees war es für HARTING selbstverständlich, seinen Beitrag durch die Teilnahme an den Dry-Run-Audits für die neue ISO / TS 22163 zu leisten. Kurz vorher wurde die neue ISO 9001: 2015 und die neue IATF 16949: 2016 mit intensiven Schulungen und Workshops in vielen Organisationseinheiten des Unternehmens eingeführt – eine wichtige und hilfreiche Maßnahme für die Umsetzung der neuen Anforderungen. Das Dry-Run-Audit ermöglichte die Identifizierung des Handlungsbedarfs und die Umsetzung der Änderungen.

„Die ISO/TS22163 Norm verfolgt einen prozessorientierten Ansatz und fordert konkrete definierte Prozessbeschreibungen. Dies unterstützt den Anspruch an Kundenorientierung und kontinuierlicher Optimierung.“

Während sich das IRIS-Assessment bisher ausschließlich auf die Befähiger, das heißt die dokumentierten Prozesse und Verfahren konzentrierte, wurde ein zweiter wichtiger Fokus ins Spiel gebracht: die Ergebnisse oder Erfolge dieser Anstrengungen. Es reicht nicht mehr aus, die Prozesse umfassend und qualitätsgerecht zu strukturieren, um eine IRIS Bewertung von über 80% zu erreichen. Zukünftig muss der erforderliche Erfolg dokumentiert sein: Prozessleistungsbewertungen müssen zeigen, welche qualitätsrelevanten Anforderungen Bahnkunden in Verträgen, Aufträgen oder sonstigen Vereinbarungen an HARTING gestellt haben und wie das Unternehmen diese Qualitätsanforderungen mit geeigneten Kennzahlen überwacht und verbessert hat. Dies ist ein vielversprechender Ansatz, der bei HARTING aufgrund von EFQM-Assessments bereits etabliert ist.

Bahnspezifische Forderungen

Mit dem Regelwerk IRIS (International Railway Industry Standard) hat die Union des Industries Ferroviaires Européennes (UNIFE) mit Sitz in Brüssel in enger Zusammenarbeit mit den führenden Bahnsystemherstellern eine international geltende Anforderung an die Qualitätsmanagementsysteme von Bahnherstellern und insbesondere deren Zulieferer von Ausrüstungskomponenten sowie an Engineering-Dienstleister - die auch eigene Zertifikate erhalten können - erarbeitet. IRIS setzt auf den Forderungen der ISO 9001 auf und enthält zusätzliche bahnspezifische Forderungen. Ein neuer IRIS-Standard auf der Grundlage von ISO 9001:2015 mit der neuen High Level Structure wurde im Mai 2017 als ISO/TS 22163 veröffentlicht. Ein umfangreicher Anforderungskatalog muss im Ablauf eines Audits im geforderten Umfang erfüllt werden. Weltweit sind 1.599 Unternehmen nach IRIS zertifiziert (Stand 10/2017).

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