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Strategie
22/02/2018

Erfolgreiches Co-Engineering durch Digitalisierung

Die nächste Ebene der Zusammenarbeit: igus und HARTING zeigen, wie es geht
Co-Engineering_Artwork

Stellt man die Begriffe Modifikation und Co-Engineering gegenüber, liegt der maßgebliche Unterschied zunächst in der entsprechenden Entstehungsphase der daraus resultierenden Lösung. Während eine Modifikation auf der Grundlage eines bereits entwickelten Produkts vorgenommen wird, tritt das Co-Engineering zu einem deutlich früheren Zeitpunkt in Kraft: bei der Entwicklung einer Lösung. Der Kunde ist maßgeblich in den agilen Entwicklungsprozess involviert. Die Optimierung des Designs führt zur Anpassung des Designs der Gesamtlösung und damit einhergehend die daraus resultierende Adaption der Kundenanforderung. Auf diese Weise wird die Gesamtlösung optimiert, nicht nur die Einzelkomponente.

Beispielhaft ist die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner igus zu nennen:

Während beide Unternehmen in der Vergangenheit in Bezug auf Standardlösungen kooperierten, wurde die Partnerschaft nun auf die Ebene des gemeinsamen Co-Engineerings gehoben:  Im Umfeld steigender Modularität die von igus in mehreren Bereichen stark vorangetrieben wird, entstand im igus Geschäftsbereich Konfektionierung die Idee, ein sich nahezu jeder Geometrie anpassbares Steckergehäuse zu entwickeln. Aufgrund des erheblichen Kundeninteresses kamen HARTING und igus schnell überein, diese Idee zu verfeinern und zur Marktreife zu treiben. Spezifische Anforderungen – wie etwa die Neugestaltung der Kabelabgänge –  machten es nötig, vom klassischen Gehäusekonzept abzuweichen und es zu erweitern. Um als Lösungsanbieter für ihre Kunden eine entsprechende Gesamtlösung für Energieketten realisieren zu können, musste die neue Gehäusesituation an die bestehende Han-Modular® Lösung angepasst werden.

Diese Anforderungen hat die HARTING Technologiegruppe aufgegriffen und in gemeinschaftlicher Entwicklungsarbeit die verschiedenen Elemente und Funktionen anwendungsspezifisch eingebracht. Im Team mit der igus GmbH, die ihre Anwendung im Detail kennt, wurde also eine Entwicklung angestoßen. Hier war es immanent wichtig, dass die Kommunikation auf Entwicklerebene und im unmittelbaren Kontakt stattgefunden hat.

Im Zuge der Digitalisierung ist diese Form des Austauschs auf gleichen Ebenen problemlos durchführbar. Lange Kommunikationswege und mögliche Missverständnisse werden frühzeitig ausgeräumt. Jetzt, durch die digitale Abbildung von Prozessen sowohl Kunden- als auch HARTING-seitig, können also Entwickler mit Entwicklern kommunizieren. Parallel dazu haben die angrenzenden Abteilungen bzw. letztlich alle Stakeholder jederzeit Zugriff auf den Datenraum und können ihren Teil in einer aktiven Diskussion beitragen.

Projekt-Teams in digitalen Projekträumen

Wichtig ist dennoch, in einer Regelmäßigkeit und zur Einhaltung und dem Abgleich von Meilensteinen, die entsprechenden Projekt-Teams an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Hier kommt ebenfalls die Digitalisierung erneut zum Tragen: Dieser gemeinsame Tisch muss heutzutage kein realer Tisch mehr sein – vielmehr sind in diesem Zusammenhang eher geteilte digitale Projekträume zu nennen. Dies können beispielsweise Videokonferenzen, Kollaborations-Tools wie Yammer, Sharepoint etc. sein. Sie tragen dazu bei, dass sich in diesem Zusammenhang die Digitalisierung als die Summe aus der Transparenz der Kommunikation und Information darstellt. In der Mitte des Geschehens steht der Mensch: Er muss sich öffnen und die ihm zur Verfügung stehenden Medienkanäle nutzen, um für ein gemeinsames Entwicklungs- bzw. Lösungsziel in eine gemeinsame Kommunikation zu treten.  Diese Kommunikation zeichnet sich durch Asynchronität aus, das Orts- und Zeitgebundene wird aufgelöst. Jeder Beteiligte erhält die relevanten Informationen und kann darüber hinaus zeitunabhängig seinen Input liefern.

Die Kommunikation zeichnet sich durch Asynchronität aus, das Orts- und Zeitgebundene wird aufgelöst.

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