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Strategie
23/02/2018

"Das Verbindende ist der Kunde"

Beim Interview mit Stefan Olding und Guido Selhorst stand das MICA.network im Fokus
Industrie 4.0- Das Verbindende ist der Kunde

Ein Interview mit Stefan Olding, Geschäftsführer HARTING Deutschland und Guido Selhorst, Leiter Corporate Market Communication der HARTING Technologiegruppe, über den Partnerverbund MICA.network.

In der Integrated Industry ist die Industrie nicht mehr das ursprüngliche Automation Island, sondern muss sich in einen wesentlich größeren Verbund einbetten. Einzellösung für die Automatisierung gehören zukünftig der Vergangenheit an, „Kompatibilität“ und „Wertschöpfungsnetzwerke“ sind stattdessen die bestimmenden Schlagworte. Komplexe, eng am Kundenprozess angelehnte IoT Lösungen sind von einem alleinigen Unternehmen nicht mehr realisierbar. Damit Kunden dennoch die auf sie zugeschnittene Lösung im akzeptablen Zeitraum und Kostenaufwand erhalten, ist es nötig, zusammen mit starken Partnern gemeinsame Konzepte zu entwickeln.

tec.news: Was ist das MICA.network und wieso wurde es von HARTING gegründet?

S. Olding:

Das MICA.network setzt sich aus verschiedenen Herstellern und Dienstleistern aus den Bereichen IT-Integration und Automatisierungstechnik zusammen. Beide Gebiete ergänzen sich perfekt: Automatisierungs-Know-how wird mit IT-Wissen kombiniert.

G. Selhorst:

Und an dieser Schnittstelle bewegen wir uns mit der HARTING MICA, um die Kompetenzen zusammenzuführen.

tec.news: Stehen die Netzwerkpartner nicht im Wettbewerb zueinander?

S. Olding:

Nein, wir konkurrieren nicht miteinander. Das Gegenteil ist der Fall: Auf eine vollkommen transparente Vorgehensweise schaffen wir Synergien und teilen dadurch Wissen bzw. Kompetenzen. Schließlich realisieren wir gemeinschaftlich für unseren Kunden Lösungen, die wir als einzelnes Unternehmen allein nicht umsetzen könnten. Das verbindende Element für die Partner ist dabei der Kunde.

G. Selhorst:

HARTING steht in diesem Netzwerk als verlässlicher und großer Partner im Industriebereich, mit umfangreichem Know-how bis in die Feldebene. Führende Cloud-Anbieter wie beispielsweise IBM oder Microsoft, die mit uns zusammenarbeiten, bekommen durch uns den Zugang zu den Automatisierungswelten, zum Shopfloor in der Feldebene. Wir hingegen profitieren von ihrem IT-Fachwissen im Bereich Analytics und Datenverarbeitung.

tec.news: Welche Rolle nimmt HARTING innerhalb dieses Netzwerks ein?

S. Olding:

Hier passt die Metapher des Dirigenten einer Komposition. HARTING dirigiert und koordiniert die Musiker – also die Partner – und führt so jeden einzelnen zu einem reibungslosen, fein abgestimmten Lösungsgesamtwerk zusammen. Der Kunde ist dabei das Auditorium. Nicht nur der Beifall der Zuhörer ist maßgeblich; es ist ebenso notwendig, dass über eine Akzeptanz – also einen Takt – auch die Zufriedenheit der Partner gegeben ist.

tec.news: Ist das partnerschaftliche Denken maßgeblich für Industrie 4.0?

G. Selhorst:

Es ist ein klarer Paradigmenwechsel! Im Zeitalter von I4.0 ist es notwendig, dass die Industrie partnerschaftlich und offen agiert. Wir brauchen die anderen, da wir allein nicht jeden Prozess abbilden können. Es wird schon allein zeitlich nicht möglich sein, alle Kompetenzen selbst aufzubauen. Nur durch die Bündelung mehrerer Kompetenzträger in einem partnerschaftlichen Netzwerk können die zukünftig notwendigen Anforderungen im Sinne des Nutzens für unsere Kunden lösen.

Partnerschaften MICA.network
Eine Übersicht über die aktuellen Partner des MICA.network

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