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Lösungen
11/09/2018

PushPull erleichtert der Bahn das Leben

Boardtechnik-Montage kinderleicht gemacht
Matthias Fritsche
Matthias Fritsche
Produktmanager, HARTING Electronics

Moderne Verkehrsmittel auf der Schiene sind längst ein Produkt voller Hightech, da sich die Digitalisierung durch alle Bereiche des Bahnverkehrs zieht. Passagiere erhalten Informationen über digitale Systeme, haben stets Zugriff auf Internet und Entertainment und die Steuerungs- und die Leittechnik sind so optimiert, dass ein sicherer und zuverlässiger Betrieb möglich ist. Der ohnehin schon knapp bemessene Platz in Waggons und Loks wird so durch immer mehr Datenstränge weiter reduziert. Unter diesen beengten Bedingungen sollte aber eine Montage und Verkabelung trotzdem ein Kinderspiel sein.

Boardtechnik-Montage leicht gemacht

Der Innenausbau von Loks und Waggons ist unter den engen Platzverhältnissen nicht immer ganz einfach. Durch die hohen Anforderungen an die Beständigkeit gegen Schock und Vibration setzen die Hersteller von Bahnfahrzeugen auch im Bereich der Steckverbinder auf besonders robuste Lösungen. Denn alle Kabel und Leitungen sowie alle verwendeten Bauteile, folglich alle Komponenten und Materialien einer Leitung inklusive der Steckverbinder, für Bahnanwendungen der Bahnnorm DIN EN 50155 sowie den Brandschutzvorschriften nach DIN EN 45545 entsprechen. Um nun Steckverbinder dauerhaft sicher nach der Norm zu verbinden, werden diese in der Regel verschraubt, was den Einsatz von Werkzeug bedingt. Wenn jedoch kaum Platz zum Ansetzen eines Schraubendrehers oder Schraubenschlüssels ist, wird die Montage schnell zur Geduldsprobe. Müssen aber nun 20 Ports auf einem Switch unter ungünstigen Platzbedingungen oder in einer unbequemen Arbeitshaltung montiert werden, ist das Montagepersonal froh über jede Vereinfachung dieser Arbeit.

Werkzeugfreie Montage mit PushPull

Müssen Steckverbinder für Datentechnik mit Werkzeugen montiert werden, wie es in der Regel bei M12 der Fall ist, wird der Anschluss von 20 Ports auf einem Switch schnell zu einer langwierigen Angelegenheit. Um die Montage und den Service zu vereinfachen und zuverlässiger zu machen, bietet HARTING nun auch M12 Rundsteckverbinder mit PushPull Verriegelung an. Für die Geräteanschlusstechnik gibt es ebenfalls das leicht zu bedienende PushPull System im rechteckigen Steckverbinder Variante 4. Ob M12 oder Variante 4, mit allen ist die sichere Übertragung von Power, Signalen und Daten bis Cat.6A kein Problem. Der Vorteil aller PushPull Steckverbinder ist die werkzeugfreie Montage, ganz egal ob runde oder eckige PushPull Steckverbinder zum Einsatz kommen. Sie werden einfach gefasst und aufgesteckt. Mit einem akustischen Klick signalisieren sie dem Monteur die sichere Verriegelung und den korrekten Anschluss. Die Verbindung ist einfacher, schneller und absolut vibrationssicher angeschlossen.

Der Vorteil aller PushPull Steckverbinder ist die wekzeugfreie Montage.

Matthias Fritsche, Produktmanager, HARTING Electronics

Vorteile bei der technischen Nachrüstung

In der Regel haben beispielswiese die ICE-Züge der Deutschen Bahn eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren. Um diese auf jeden Fall zu erreichen, führt die Deutsche Bahn nach etwa halber Lebensdauer sogenannte Redesigns an ihren Zügen durch und macht sie fit für die Zukunft. Für das Redesign der 66 ICE 3-Züge plant Bahn eine Zeitspanne bis Ende 2020. Sicherlich ließen sich hier einige Monate einsparen, wenn die schnelle PushPull Verriegelung genutzt werden könnte. Geräteseitig bietet HARTING dazu extra Einsätze, die in Standard M12 Schraub-Buchsen einmal eingedreht werden und dann PushPull-Steckverbinder aufnehmen können. Bevorstehende Reparatur oder Wartungsarbeiten werden so vereinfacht. Aber auch umgekehrt ist es möglich, denn nutzt ein Hersteller von Bahnfahrzeugen heute HARTING M12-Buchsen und Wanddurchführungen sind diese stets PushPull-fähig und gleichzeitig rückwärtskompatibel für M12 Standard-Steckverbinder mit Verschraubung zu nutzen.

Boardtechnik-Montage mit PushPull

Qualität und Langlebigkeit haben höchste Priorität

Zielsetzung der DIN EN 50155 Norm für die Elektronik in Schienenfahrzeugen ist die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit über die gesamte Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs. Im Betrieb kann dies einen Einsatz von 24 Stunden pro Tag über 20 Jahre hinweg bedeuten, was rund 175.000 Betriebsstunden entspricht. Die Norm DIN EN 50155 stellt eine Generalnorm dar, deren detaillierten Anforderungen in untergeordneten Klassen spezifiziert sind. Über die einzelnen Klassen der DIN EN 50155 Norm werden alle denkbaren Umweltbedingungen abgebildet, die auftreten können wie:

  • Umgebungstemperatur,
  • Feuchtigkeit,
  • Umweltverschmutzung,
  • EMV (elektromagnetische Verträglichkeit),
  • Stoß und Vibration,
  • Salzeinwirkung als auch Eingangsspannung und Eingangsspannungsstöße.
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