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Lösungen
29/04/2020

Mit digitalen Produktdaten die Wertschöpfung erhöhen

Auch ein Steckverbinder braucht einen digitalen Zwilling
Timo Poggemöller
Timo Poggemöller
Teamleader Digital Product Service, HARTING Electric

HARTING stellt Kunden zu seinen Produkten anwendungsbezogene Datenpakete zur Verfügung, die sich in mechanische oder elektrische Konstruktionssoftware integrieren lassen. Die Pakete sind auf den Bedarf der Kunden zugeschnitten: Indem sie die Herstellerdaten nutzen, können sie hochqualifizierte Mitarbeiter von Routine-Aufgaben wie dem Anfertigen von Stücklisten oder dem Anlegen von Stammdaten befreien.

Um die Digitalisierung ihrer Entwicklungsprozesse voranzutreiben, benötigen z. B. Maschinenbauer die Daten für die von ihnen verwendeten Komponenten. Damit können sie digitale Zwillinge für ihre Maschinen aufbauen. Digitale Zwillinge sind virtuelle Abbilder, die das Produkt von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zur Inbetriebnahme und Zustandsüberwachung begleiten. Für den Aufbau solcher Abbilder benötigt man Daten, die die eingesetzten Komponenten vollständig und korrekt beschreiben und dabei den branchenüblichen Formaten und Standards entsprechen.

HARTING stellt genau solche Datenpakete für seine Steckverbinder zur Verfügung: Sie sind für die Konstruktionspraxis aufbereitet und lassen sich nahtlos in die Entwicklungssysteme der Kunden integrieren. Mit ihnen können Anwender digitale Zwillinge von Industriesteckverbindern erzeugen, die dann zu einem aktiven Baustein im Engineering des übergreifenden Produkts werden.

Schnittstellen auf einer E3-Oberfläche
Schnittstellen auf einer E3-Oberfläche

Das virtuelle Abbild bietet den Maschinenbauern erhebliche Vorteile: Die Funktionalität und Effektivität von Entwicklungen lassen sich damit vorab simulieren. Anwender können sich Zeit und Kosten für aufwendige Testreihen sparen. Auch nach der Inbetriebnahme und im weiteren Lebenszyklus von Maschinen sind digitale Zwillinge hilfreich: Unter Abgleich mit den realen Prozess- und Sensordaten ermöglichen sie es, tatsächliche Betriebszustände zu erfassen und zu bewerten, etwa um Serviceeinsätze zu planen.

Man braucht eine gute Basis aus Stamm- und Entwicklungsdaten, um einen digitalen Zwilling zu erzeugen. Hier kommen die Komponentenhersteller ins Spiel, denn sie können die Daten zu jeder einzelnen Komponenten einer Maschine zur Verfügung stellen – und damit die Grundlage zum Aufbau übergeordneter virtueller Systeme liefern.

Schnittstellen-Daten bruchlos in die eigene Entwicklungsumgebung übernehmen.

Die Digitalisierung der Information hilft dem Komponenten-Hersteller und dem Kunden, die Zusammenarbeit über den Produktlebenszyklus einer Maschine hinweg effizient zu gestalten. HARTING will seine Kunden vom Entwicklungsprozess an optimal unterstützen. Dazu stellt es seine Daten konsolidiert in den Formaten bereit, die gängige Entwicklungssysteme verarbeiten. Diese Formate lassen sich ohne Konvertierung direkt in die eigene Entwicklungsumgebung mit Softwares wie MCAD (Mechanical Computer-Aided Design) und ECAD (Electronic Computer-Aided Design) einlesen.

Eine gute Datenqualität setzt neben der Richtigkeit und der Lesbarkeit voraus, dass die Inhalte an den richtigen Stellen auffindbar sind und zur rechten Zeit im Fertigungsprozess eingesetzt werden können. Der Han® Konfigurator ist dabei das zentrale Instrument, um Datensätze für industrielle Schnittstellen zu erzeugen und verfügbar zu machen. Der Nutzer kann im System für seine Applikation den richtigen Steckverbinder entwerfen – und anschließend ein fertiges Datenpaket für die Integration in übergeordnete Systeme herunterladen.

Durch die automatisierte Bereitstellung der Konstruktions-Daten verwendeter Komponenten können die Entwicklungsabteilungen im Maschinenbau ihre Effizienz steigern, indem sie sich zeitraubendes Sammeln oder eigenhändiges Erstellen von Produktdaten ersparen. Hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen so Zeit, sich auf wertschöpfende Entwicklungstätigkeit zu konzentrieren.

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