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Lösungen
27/11/2019

Ein Leichtgewicht für alle Fälle

Industrie-Steckverbinder Han® 1A
Maximilian Tischler
Maximilian Tischler
Produktmanager, HARTING Electric
Industrie-Steckverbinder Han® 1A

Bislang war der Han 3A der kleinste Rechteck-Steckverbinder im Harting-Portfolio. Jetzt zeigt sich: Es geht noch kleiner. Die neue Steckverbinder-Reihe Han® 1A braucht bis zu 30 Prozent weniger Bauraum als der Han® 3A und überzeugt durch Leichtigkeit, modularen Aufbau, hohe Flexibilität und umfangreiches Zubehör.

Die Maschinen in der Industrie werden immer kleiner, gleichzeitig schreitet die Modularisierung voran. Antriebe und Sensorik sind zunehmend dezentral angeordnet: Auch die Schnittstellen müssen dem Trend folgen. Hartings Antwort darauf ist der Han® 1A. Der kleine, leichte und flexible Rechtecksteckverbinder eignet sich besonders für den Anschluss dezentraler Verbraucher. Er ermöglicht ein modulares Design und unterstützt die Miniaturisierung. Dabei benötigt der neue Industrie-Steckverbinder 30 Prozent weniger Bauraum als der bisher kleinste rechteckige Steckverbinder im Harting-Portfolio, der Han® 3A.

Kompakt, robust und vielfältig

Die Bauteile des Han® 1A sind, abgesehen von Kontakten, Verriegelungsbügeln und Dichtungen, aus hoch leistungsfähigem Polyamid gefertigt – ein Kunststoff, bei dem Robustheit und Flexibilität in optimalem Verhältnis stehen. Deshalb zeichnet sich die Serie nicht nur durch einen geringen Platzbedarf, sondern auch durch ein niedriges Gesamtgewicht aus. Das gilt natürlich speziell im Vergleich zu Steckverbindern in Metallgehäusen.

Die Reihe besteht aus acht unterschiedlichen Kontakteinsatz-Paaren für die Übertragung von Daten, Signalen und Leistung. Für die Verriegelung stehen eine integrierte Verrastung oder externe Metallbügel zur Verfügung. Für die Übertragung von Daten und Signalen bietet die Serie sogar geschirmte Varianten, die nicht mehr Bauraum als ihre nicht-geschirmten Pendants benötigen und eine einfache prozesssichere Schirmübergabe ermöglichen.

Der Han® 1A lässt sich als Maschinen-Schnittstelle aber auch für Kabel-zu-Kabel-Verbindungen einsetzen. Zum Zubehör gehören Einzelader-Dichtungen, mit denen sich leicht die Schutzart erhöhen lässt. Auch ein Abzweig einzelner Drähte ist möglich: Von einem Steckverbinder aus lassen sich somit Verdrahtungen in unterschiedliche Richtungen führen und komplexe Kabelbaum-Strukturen aufbauen.

Das Design von Maschinen gewinnt durch die Modularität des Han® 1A an Flexibilität. Je nach Bedarf sind Einsätze sowohl im geschützten Bereich, zum Beispiel als Schnittstelle in Schaltschränken oder Maschinen, als auch in rauer Industrieumgebung möglich. Vielfältige Konfigurationen gewährleisten eine zuverlässige Übertragung von Daten (Geschwindigkeit 10 Gbit/s), Signalen (bis 12 Kontakte) und/oder Leistungen (bis 16 A/400 V).

Der Han® 1A ist eine zugleich passgenaue und flexible Lösung.

Maximilian Tischler, Produktmanager, HARTING Electric

Wenig Bauteile, viele Vorteile

Die Vielseitigkeit des Steckverbinders beruht auf einer Besonderheit: Isolierkörper und Gehäuse bilden beim Han® 1A eine Einheit, die sich per Clip oder Bügel fest verbinden lässt. Mithilfe von Einzeladerdichtmatten und Gehäuseelementen kann der Anwender das System schrittweise aus einer IP20- in eine IP65-Lösung verwandeln – und damit individuell auf eine Applikation zuschneiden.

Weil aus wenigen Grundelementen eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Schnittstellen entwickelt werden kann, bietet der Han 1A für den Anwender einige Vorteile. Einerseits sinken die Kosten für die Bevorratung, weil nur wenig Lagerfläche benötigt wird. Andererseits gewinnt der Anwender durch die unterschiedlichen austauschbaren Kontakteinsätze Flexibilität, um schnell auf spezifische Kundenanforderungen reagieren zu können.

Werkzeugfreie Montage spart Zeit

Eine Besonderheit des Han® 1A ist, dass sich Isolierkörper und Zubehör werkzeugfrei montieren lassen. Das beschleunigt die Inbetriebnahme von Maschinen und Fertigungssystemen, was wiederum Zeit und Kosten spart. Die Balance zwischen Sparsamkeit und größtmöglicher Flexibilität hält die Reihe auch bei den Anschlusstechniken: Es gibt Schraubanschlüsse für die schnelle und einfache Feldkonfektionierung, aber auch Crimpkontakte für die Konfektionierung größerer Mengen von Schnittstellen.

Zu den Einsatzgebieten des Steckverbinders zählen der Maschinenbau, die Robotik und Automation, die Energieerzeugung und -verteilung sowie der Schienenfahrzeugbau. Han® 1A ermöglicht den effizienten Anschluss von Werkzeugen und Modulen, von Heiz- und Kühlaggregaten, Ventilatoren, Steuerungsterminals, Beleuchtungen und Vibrationsförderern. Dabei ist er sehr robust und resistent gegen Stöße und Vibrationen, wodurch sich das Risiko von Maschinenausfällen verringert.

 

Vielfältige Applikationsmöglichkeiten

Ein klassisches Anwendungsfeld für den Han® 1A sind Fördersysteme. Diese Systeme werden zunehmend kleiner, daran müssen sich Schnittstellen anpassen. In aktuellen Anwendungen finden sich noch Steckverbinder, die fast genauso groß sind wie der jeweils angeschlossene Motor. Han® 1A bietet hier eine passgenaue und zugleich flexible Alternative: Übergaben, Weichen, Dosiersysteme und Vibrationsförderer lassen sich mithilfe handlicher Schnittstellen einfach und günstig versorgen bzw. anbinden.

Ähnliches gilt für die Robotik: Große Stückzahlen werden hier vor allem im Pick-and-Place-Segment benötigt. Die elektrischen Lasten werden immer geringer und die Antriebskomponenten immer leichter. Entsprechend diesem Trend müssen auch die Schnittstellen weniger Leistung transportieren: Dem wird der Han® 1A mit seinem Leistungsbereich bis 16 A und dem kompakten Format gerecht.

Der „neue Kleine“ von Harting eignet sich zudem für den kostengünstigen Leistungs-Anschluss von Motoren sowie den Aufbau von Daten- und Signal-Schnittstellen beispielsweise von Maschinen-Steuerungen und Sensorik.

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