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Lösungen
12/09/2018

Bahn baut Mobilitätsportfolio aus

Ethernet-Verkabelung optimieren das mobile Arbeiten
Matthias Fritsche
Matthias Fritsche
Produktmanager, HARTING Electronics

Gründe für das weltweite Wachstum des Bahnverkehrs sind meist das komfortable und schnelle Reisen. Doch zunehmend gewinnt der Vorteil, dass man die Reisezeit sinnvoll nutzen kann, an Gewicht. Die Reisenden erwarten neben leistungsfähige Infotainment Systeme auch schnelle und zuverlässige Internetzugänge. Hier sind die Bahnbetreiber gefordert ihre Züge auszubauen und den Nutzerwünschen anzupassen.

Mobiles Arbeiten in der Bahn

Durch die Digitalisierung können jetzt ganz neue Mobilitätsformen angeboten werden. Da die Menschen heute immer häufiger im Stau stehen, aber trotzdem immer mobiler werden müssen, hat in Deutschland und global ein Umdenken stattgefunden. Rund 6,5 Millionen Menschen nutzen täglich die mehr als 24.000 Züge, die allein die Deutsche Bahn auf die Schiene bringt. Jetzt beginnen sowohl die Deutsche Bahn als auch jeder andere Bahnbetreiber zu reagieren. Immer häufiger liest man von Redesign der Züge oder WLAN-Angebote in ICEs und Regionalzügen. Dafür sind zulässige und zukunftssichere Datennetzwerke notwendig. HARTING bietet mit dem preLink® System und den speziell für die Bahnanforderungen ausgelegten EtherRail®-Kabeln eine hohe Prozesssicherheit durch die einzigartige Zuverlässigkeit und Einfachheit des preLink-Montageprozesses.

 

Dadurch ist eine maximale Investitionssicherheit für den Bahnbetreiber sichergestellt. Die Kombination aus dem modularen preLink-System und dem EtherRail®-Kabel sind die ideale Kombination für die Verkabelung von rollendem Material. Mit Hilfe einfach und schnell zu montierender Steckverbinder und Kabel können Züge mit zukunftsfähigem Gigabit Ethernet ausgestattet werden und so den mobilen Arbeitsplatz der Zukunft realisieren.

Kostenreduzierung durch Einsatz vormontierter Kabel

Zentrale Komponente des preLink®-Systems ist der Abschlussblock mit dem der Kabelanschluss schnell, einfach und prozesssicher realisiert wird. Die kleine Baugröße des preLink®-Kontaktblockes macht es möglich die Datenkabel außerhalb des Wagons einsatzfertig vorzufertigen und dann in die Wagen einzubauen. Hierfür reicht zum Einziehen ein minimaler Lochdurchmesser von nur 12 mm aus. Nach der Verlegung der Kabel wird je nach anzuschließendem Netzwerkgerät der passende Steckverbinder montiert. Hierfür stehen sowohl RJ45 als auch M12 D- oder X-kodierte Steckverbinder (Buchse oder Stift) zur Verfügung. Diese einzigartige Vielfalt der Steckgesichter mit der immer gleichen preLink®-Anschlusstechnik bietet insbesondere für die langen Nutzungsperioden in der Bahntechnik eine einzigartige Flexibilität und Investitionssicherheit. Gleichzeitig vereinfacht das System die Montage und macht sie so schneller und zuverlässiger.

Neuigkeiten zur InnoTrans 2018

Zur InnoTrans 2018 kommt das preLink System mit zwei Neuerungen. Die erste Neuerung sind die M12 Buchsen, welche sich nun auch über preLink anschließen lassen. Die neukonstruierten Buchsen können sowohl als lose Kabelkupplung verwendet werden, können aber gleichzeitig auch als Gehäusedurchführung verwendet und hier sicher verschraubt werden.

Die zweite Neuerung ist eine preLink Leiterplattenbuchse, die es dem Anwender ermöglicht, vorkonfektionierte preLink Kabel ohne Umwege direkt auf der Leiterplatte anzuschließen. Besteht also keine Notwendigkeit einer permanent lösbaren Verbindung an einem Gehäuse via Steckverbinder, können Ethernetverbindungen schnell und günstig direkt auf die Leiterplatte gebracht werden.

DIN EN 61375

Die Norm beschreibt die elektronischen Betriebsmittel für Bahnen. Zug-Kommunikations-Netzwerk (TCN) - Teil 3-4: Ethernet-Consist-Netzwerk (ECN) (IEC 61375-3-4:2014). Die Internationale Normenreihe IEC 61375 behandelt das Daten-Kommunikations-Netzwerk innerhalb von Zugverbänden. Dieses Ethernet-Consist-Network (ECM), basierend auf der Ethernet-Technologie, wird darin spezifiziert. Die Anwendung dieses Teils der DIN EN 61375 auf Zugverbandsnetzwerken fördert die Interoperabilität von verschiedenen Fahrzeugen und erleichtert damit den Betrieb offener Züge im internationalen Zugverkehr. Die Norm ist ebenfalls auf geschlossene Züge sowie Triebwagenzüge anwendbar, sollten Auftraggeber und Zulieferer dies vereinbaren.

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