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Lösungen
15/11/2019

Einheitlich standardisiert - PushPull M12-Connectivity

Montagezeit einsparen mit PushPull
Matthias Domberg
Matthias Domberg
Produktmanager, HARTING Electronics
Connectivity Standards für Rundsteckverbinder

In der industriellen Automation haben sich bisher keine einheitlichen, auf PushPull basierenden M12 Connectivity-Standards etabliert. Nun haben sich namhafte Connectivity-Hersteller zusammengetan und mit der IEC 61076-2-010, einen für die Konnektivität notwendigen Standard für M12 PushPull Rundsteckverbinder geschaffen. Unter dieser Norm sind stehende Buchsen in Male und Female, wie auch versenkte Gerätebuchsen mit inversem Steckgesicht erstmalig vereint und werden von zahlreichen namhaften Herstellern unterstützt.

M12 Rundsteckverbinder sind schon lange für industrielle Anwendungen etabliert. Ganz egal ob in der Automatisierung, im Maschinenbau oder in der Bahntechnik. So zuverlässig und robust die Connectivity ist, so vergleichsweise aufwendig ist aufgrund des metrischen M12-Gewindes leider auch die Montage. Es ist immer ein spezielles Werkzeug erforderlich. Und um die geforderte Schutzklasse IP65/67 sicher zu gewährleisten, muss ein bestimmtes Anzugs-Drehmoment eingehalten werden. Kompliziert wird es dann noch, wenn auf einem Switch viele M12 Rundsteckverbinder dicht nebeneinander montiert werden müssen. Erst recht, wenn mittig gesteckte M12 gelöst werden sollen. PushPull heißt deshalb hier die Lösung. Mit großen Schritten gehen nun die Hersteller von Verbindungstechnik zu neuen, werkzeugfreien Verriegelungstechniken nach der Push-Pull-Methode über.

 

Standards für Rundsteckverbinder sparen Zeit

Leider hatten sich bis heute in der industriellen Automation noch keine einheitlichen, auf PushPull basierenden M12 Connectivity-Standards am Markt etabliert. Um Anwendern hier eine bessere und austauschbare Technologie an die Hand zu geben, haben sich namhafte Connectivity-Hersteller zusammengetan und mit der IEC 61076-2-010 einen für die Konnektivität notwendigen Standard für M12 PushPull Rundsteckverbinder geschaffen. Unter dieser Norm sind nun stehende Buchsen in Male und Female, wie auch versenkte Gerätebuchsen mit inversem Steckgesicht erstmalig vereint und werden von zahlreichen namhaften Herstellern unterstützt.

Was heißt das für die Anwender?

Für stehende Gerätebuchsen mit Stiftkontakten, die klassisch zur Spannungsversorgung zum Einsatz kommen, wurden nun Buchsen und passende Steckverbinder, gemeinsam unter dem Dach der Normenvorgaben, entwickelt. Diese sind kompatibel zu allen Produkten von Herstellern, die der obengenannten Norm entsprechen. Stehende Buchsen in Female, haben zudem eine neue Kontur erhalten. Sie können weiterhin mit HARTING M12 PushPull genutzt werden, gleichwohl können nun auch PushPull-Stecker anderer Hersteller zuverlässig angeschlossen werden. Ein echter Gewinn zum Thema Austauschbarkeit und Interoperabilität.

Einheitliche Vorgabe für Schnittstellen mit inversem Profil

Im Bereich der Automatisierung stellt das Thema M12 PushPull besondere Anforderungen. Hier besteht seitens der Gerätehersteller eine Nachfrage an versenkte Gerätebuchsen und inverse PushPull-Steckverbinder. Im Rahmen der Standardisierung, haben sich auch hier die Branchenvertreter auf eine einheitliche Vorgabe für M12 PushPull Schnittstellen mit inversem Profil in der Norm verständigt. Mit der einheitlichen Schnittstelle ergibt sich eine enorme Planungserleichterung und die Vorteile von PushPull Verriegelungen können auch hier zum Tragen kommen.

Die Relevanz und das Potenzial der schnellen PushPull Funktionalität bei Rundsteckverbindern ist unumstritten. Gerade vor diesem Hintergrund wird klar, welchen Meilenstein diese Entwicklung eines gemeinsamen Standards darstellt.

HARTING ist der Vorreiter bei der PushPull-Verriegelung für die M12 Rundsteckverbinder und hat bereits vor Jahren erste Varianten entwickelt. Diese greifen in eine Außenkontur auf eine Gerätebuchse und rasten mit einem gut hörbaren Klick ein. Da dafür keine zusätzlichen Werkzeuge notwendig sind, reduziert sich die Montagezeit um über 75 Prozent und sie sind rückwärtskompatibel zu bestehenden M12 Steckverbindern mit Schraubgewinde.

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