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Anwendungen
26/02/2018

Wie geht Digitalisierung bei HARTING?

Von Mitarbeitern entwickelt: Mobile Tablet-Lösung in der Instandhaltung. Ein Interview mit Thorsten Fischer, Betriebsleiter Instandhaltung bei HARTING
Thorsten Fischer
Thorsten Fischer
Betriebsleiter Instandhaltung, HARTING Electric

Auf dem Weg hin zu einer digitalisierten industriellen Produktion geht HARTING einen weiteren Schritt – mit der Einführung einer von Mitarbeitern initiierten mobilen Tablet-Lösung für die Instandhaltung.

Thorsten Fischer über "Digitalisierung in der Praxis"
Thorsten Fischer, Betriebsleiter Instandhaltung bei HARTING

Was leistet das neue Tablet-System im Arbeitsalltag bei HARTING?

T. Fischer:

Dank der mobilen Tablet-Lösung haben die Mitarbeiter der Instandhaltung jetzt an jeder Maschine direkten Zugriff auf sämtliche Maschinendaten. Der Kollege identifiziert mit dem integrierten Barcodescanner die jeweilige Anlage und kann Schaltpläne, Daten über die Maschinenhistorie oder die Bedienungsanleitung unmittelbar auf seinem Tablet aufrufen. Vor der Einführung der Lösung war das Identifizieren und Organisieren der richtigen Dokumente mit deutlich mehr Zeit und Arbeitsaufwand verbunden, den wir jetzt durch die Tablets einsparen können.

War die Zeiteinsparung der wesentliche Grund für die Implementierung des Systems?

T. Fischer:

Neben der Arbeitszeit ging es uns darum, mit einer weiteren wichtigen Ressource möglichst effizient umzugehen: Informationen. Bislang wurden relevante Daten auf vielfältige Wege und mit verschiedenen Medien erfasst und dokumentiert. Jetzt kann der Mitarbeiter via Tablet unmittelbar anlagenspezifische Notizen an einem zentralen Speicherplatz hinterlegen. So vermeiden wir die bisherigen Medienbrüche und gewinnen ein verlässliches und einheitliches Bild über den Zustand der jeweiligen Anlage. Neben der Dokumentation von Anlagendaten sind die Tablets auch an unser SAP-System angebunden und schaffen die Voraussetzung zur Fernwartung – schließlich können autorisierte Mitarbeiter jetzt von überall und jederzeit auf das System zugreifen.

Warum wurde die Tablet-Lösung bei Ihnen intern entwickelt und nicht extern beschafft?

T. Fischer:

Wir haben in der Produktion schon recht früh unseren Anspruch formuliert: wer Digitalisierung erfolgreich umsetzen will, muss erst einmal verstehen, was Digitalisierung konkret bedeutet. Das war für unser Team die größte Motivation bei der Entwicklung dieser Lösung. Zu lernen, was es heißt, digitale Prozesse in die Produktion zu integrieren. Dazu gehört für uns auch, interne Prozesse digitaler zu denken.

"Wer eine vernetzte Produktion anstrebt, muss auch die Menschen, die an ihr arbeiten, miteinander vernetzen."

Thorsten Fischer, Betriebsleiter Instandhaltung bei HARTING

Was bedeutet „digitaler denken“ konkret?

T. Fischer:

Wer eine vernetzte Produktion anstrebt, muss auch die Menschen, die an ihr arbeiten, miteinander vernetzen. Bei der Realisierung von Lösungen wie dem Tablet-System, setzen wir daher voll auf cross-funktionale Teams. Von Anfang an bringen wir verschiedene Kompetenzen zusammen, die das Projekt gemeinsam umsetzen. Ein Weg, der sich bei allen bisherigen Projekten als sehr zielführend erwiesen hat. Und von dem wir doppelt profitieren: Wir erhalten eine exklusive Systemlösung und gewinnen Erfahrung bei der Digitalisierung unserer Prozesse.

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